Aus der Sicht einer Katze 

Alleine sein ist doof, langweilig und öde, oder bist du gerne alleine?

Ja ab und an kann das auch schön sein, aber auf Dauer tut es einem nicht gut und man kann auf dumme Gedanken kommen.

Viele Menschen entscheiden sich für eine Katze als Haustier, weil sie einfach zu halten ist, man nicht Gassi gehen muss und man sie alleine lassen kann und zwar um einiges länger als Hunde.

Aber ist das wirklich wahr?

Ist eine Katze wirklich glücklich, wenn sie oft und lange alleine bleiben muss? Was fühlt eine Katze und wie kann ich erkennen, dass meine Katze einsam ist? Sind 2 oder mehr Katzen unempfindlicher, wenn ihr Mensch oft weg ist?

Ich habe auch viele Jahre so gedacht, dass meinen Katzen das nichts ausmacht, ich war mehr unterwegs als Zuhause und wenn ich dann daheim war, sind auch wieder andere Sachen wichtiger gewesen als meine Katzen. Ja, ich habe sie gestreichelt, gefüttert, das Katzenklo gesäubert… Aber richtig da war ich nicht. Meine Katze würde sagen:

 Du streichelst mich, aber fühlst mich nicht, du schaust mich an, aber siehst mich nicht, ich rede mit dir, aber du hörst mir nicht zu. 

Die Rechnung bekam ich, indem einer meiner Katzen mir ständig in mein Bett gepinkelt hat. Sogar während sie mich anschaute, miaute sie und pinkelte fröhlich auf mein frisch bezogenes Bett.

Da sie das nur in meinem Bett machte, wusste ich, dass es nur mit mir zu tun hatte. Ich nahm mir Zeit, ging nicht mehr so oft weg und kümmerte mich mehr um sie: Streicheln, Spielen, Kuscheln – natürlich nur, wenn sie es wollte – und plötzlich hörte die Unsauberkeit auf.

Wir sind wichtig für unsere Miezen

Katzen, die mit Menschen zusammenleben, haben einen sehr starken Bezug zu ihnen und wie sehr sie ihren Menschen lieben ist uns oft gar nicht bewusst.

Katze allein Zuhause - Katzenpsychologie Je nach Katzenpersönlichkeit verhalten sie sich unterschiedlich. Es gibt Miezen, die fordern die Zeit mit dir ein, sie setzten sich auf den Computer, auf dein Buch oder den Kopf oder nerven solange, bis man sich mit ihr beschäftigt.

Die andere versucht es und wenn sie merkt du magst grad nicht, zieht sie sich zurück und dann gibt es den, der aufgegeben hat dich zu erreichen, denn der ist der Schüchterne und möchte nicht zur Last fallen, die Katze leidet still vor sich hin.

Dann kann es dann zu Unsauberkeit, Zerstörungswut, Ängstlichkeit, Unsicherheit oder sogar zu Depressionen kommen.

Zwei Katzen beschäftigen sich doch!

Auch der Gedanke, dass zwei oder mehr Katzen sich doch gut miteinander beschäftigen können und es ihnen weniger ausmacht, dass ihr Mensch sehr wenig Zeit hat, ist ein Trugschluss. Sie lieben dich und wollen nichts mehr als Zeit mit dir zu verbringen.

Auch wenn es Katzen gibt, die nicht die großen Schmuser sind, brauchen sie die Nähe ihrer Menschen und außerdem tun sie uns auch gut, seelisch und körperlich, das kann jeder Katzenhalter bestätigen.

Wie lange wir unsere Katze bei uns haben wissen wir nicht, deshalb nimm dir jeden Tag Zeit für dein Tier. Spiele, schmuse, streichle, rede mit ihm, lerne es kennen, seine Persönlichkeit, seinen Charakter, sein Denken.

 Verlorene Zeit kann man nie wieder aufholen und mit jeden Zusammensein wächst die Liebe zwischen deinem Tier und Dir.  
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